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auf der Homepage von Jens BLANCK alias Charlie aus Berlin-Friedrichshagen!

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Diese Homepage soll  zuerst genutzt werden, um die Stammtafel der Familie BLANCK zu veröffentlichen. Somit können andere Familienforscher schauen, ob sich Verbindungslinien finden lassen. Familienforschung hat etwas mit Geschichte zu tun, die durch Geschichten geradezu lebhaft wird.



Der Ursprung der Stammtafel der Familie Blanck

Benno Blanck (1854-1931/ Familien-Nr.2171 in der Stammtafel) arbeitete an einem FAMILIENARCHIV und schickte im Jahre 1929 - als fünfundsiebzigjähriger Senior - einen Auszug an die Verwandtschaft. Einleitend schrieb er:

"Meiner verehrten Verwandtschaft widme ich nachstehende STAMMTAFEL (Auszug aus den ausführlicheren Aufzeichnungen im Familienarchiv) mit der Bitte um Empfangsanzeige und anschließende Mitarbeit, in Verbesserungen und Ergänzungen, für ein Familienbuch ..."

Meine Großmutter, Else Blanck, geb. Gallasch (1902-1986/ Familien-Nr. 22421) besaß ein Exemplar dieses dünnen Heftchens im A5-Format. 1987, kurz vor unserer standesamtlichen Hochzeit, bezogen Cosima und ich illegal unsere erste Wohnung in Berlin-Friedrichshagen. Wohnungen waren damals "Mangelware". Bei einer Besichtigung haben wir einfach einen Schlüssel entfernt, um im Dauereinsatz die Wohnung in Ordnung zu bringen, denn "Um- und Ausbauwohnungen" waren im desolaten Zustand. In unserer Wohnung waren an zwei Außenwänden Schimmel. Wir hatten viel zu tun, wir zogen im Mai 1987 ein und zwei Monate später kam unsere erste Tochter zur Welt. Nun waren wir eine Familie. Niemand konnte uns mehr vor die Tür setzen. Einen Monat vor Sarahs Geburt haben wir standesamtlich in meinem Heimatort Oebisfelde (Sachsen-Anhalt) geheiratet, um die Möglichkeit zu nutzen, meine Großmutter mütterlicherseits, Elisabeth Kück, und meine Tante, Brigitte Lambrecht, aus dem Westen in das Sperrgebiet des Ostens zu bekommen, denn Oebisfelde lag im Sperrgebiet. Das Sperrgebiet befand sich unmittelbar an der innerdeutschen Grenze und da die Westdeutschen nicht in den Osten, sondern die Ostdeutschen in den Westen flohen, bekamen die Funktionäre im Osten Angst, eines Tages in der DDR allein zu sein und arbeiten zu müssen. So ließen sie nicht nur die Mauer bauen, sondern gleich noch, denn doppelt hält bekanntlich besser, das Sperrgebiet, eine Fünf-Kilometer-Zone vor der Grenze. Ins Sperrgebiet durften nur die Leute, die auch darin wohnten. Man bekam also nie unverhofft Besuch, denn Besuch aus der restlichen DDR musste acht Wochen vorher schriftlich beantragt werden. Zuerst war nur verwandtschaftlicher Besuch möglich, später wurde es lockerer und so konnte ab Mitte der achtziger Jahre zu größeren Anlässen nahe Westverwandtschaft die Einreise ins Sperrgebiet beantragen. Im Rathaus in Oebisfelde ließen wir uns nur einschreiben. Als Begleitung nahmen wir nur unsere Brüder mit. Die kirchliche Hochzeit mit weißer Kutsche und großem Fest fand im September 1987 in der Christophoruskirche in Berlin-Friedrichshagen statt. Da wir nun eine Familie waren, hatte ich natürlich auch Interesse mal in der Familienstammtafel zu blättern. So nahm ich sie aus Oebisfelde mit nach Berlin. Hier habe ich sie dann so gut versteckt, dass sie schon fast als verschollen galt.

In einem Schuber eines Reformationsbuches fand ich Jahre später die Stammtafel wieder. Hier war sie nicht nur gut aufgehoben, sondern hat sie inhaltlich sogar eine Wurzel, denn die ersten Blancks waren HUGENOTTEN. Hugenotten waren die Protestanten im katholischen Frankreich. Sie waren vom Reformator Johannes Calvin (1509 - 1564) geprägt. Das neue Bekenntnis führte zu mehreren Kriegen zwischen Katholiken und Protestanten. Die Hugenotten kämpften um ihr Recht der freien Glaubensausübung und die Katholiken wollten diese "Abtrünnigen" vernichten. Der hugenottische König Heinrich von Navarra heiratete am 18.08.1572 die katholische Tochter des französischen Königs. Es sollte ein Zeichen der Versöhnung werden. Doch für die vielen adligen Hugenotten, die zur Feier nach Paris kamen, war es eine Falle. In der BARTHOLOMÄUSNACHT vom 23. auf den 24.08.1572 (Bartholomäustag), ließ die Mutter der Braut mehrere tausend Hugenotten in Paris und dem ganzen Land töten ("Bluthochzeit"). Die Flucht der Hugenotten in die Nachbarländer begann. Heinrich von Navarra konvertierte 1593 zum Katholizismus, wurde König von Frankreich (Heinrich IV.) und garantierte 1598 den Hugenotten im TOLERANZEDIKT VON NANTES Glaubensfreiheit. Die späteren Herrscher schränkten die Freiheit wieder ein, was wiederum zu blutigen Auseinandersetzungen führte. Ludwig XIV. beseitigte im Oktober 1685 die letzten religiösen Rechte der Hugenotten aus dem Edikt von Nantes, was zu einem Verbot der Protestanten in Frankreich führte. Die große Emigration der Hugenotten begann.

Nur wenige Tage nachdem Ludwig XIV. das Toleranzedikt von Nantes widerrief,  nämlich am 29. Oktober 1685, veröffentlichte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (genannt der Große Kurfürst/ 1620-1688) das Gnadenedikt von Potsdam ("Unsere französischen Glaubensgenossen" können in unserem Land "Zuflucht nehmen".) Brandenburg-Preußen, noch vom Dreizigjährigen Krieg nicht erholt, erhielt mit dem Zuzug der Hugenotten einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls.

Aus dem Ausruf des Präsidenten "der Halberstädter Regierung, Excellenz von Lüderitz, am 23. November 1685: ... Ein fürnehmer Theil der christlichen Kirche in Frankreich habe grosse Noth und Verfolgung erlitten. Die evangelischen Christen würden dort auf's äusserste gedrückt und durch alle nur ersinnlichen Gewaltthaten zur Ableugnung ihres Glaubens gezwungen, dem Muthwillen der Soldaten preisgegeben und mit Weib und Kindern in's Elend vertrieben. Wollen sie aber sich aus dem Lande begeben, werden sie auf die Galeeren gebracht und als Sklaven gefesselt. Die Kinder werden von ihren Eltern und die Eltern von ihren Kindern gerissen. Mit Hinterlassung ihrer Habseligkeit, Standes und Ehrenämter, flüchten sie nun in die benachbarten Lande." (Geschichtsblätter, Deutschen Hugenotten-Vereins, Zehnt II, Magdeburg 1893, Heft 3, S. 3f)

DIE LÖFFELGESCHICHTE

Laut der Stammtafel von Benno Blanck geht der Ursprung der Familie Blanck auf zwei Hugenotten zurück. Er schreibt:                                                      "Der Ursprung der Familie Blanck wird erwiesen durch eigentümlich geformte Patenlöffel, deren Stiel in eine Apostelfigur ausläuft und die einst französische Zwillingsbrüder, namens Blanc, besaßen. Die Brüder mussten sich im siebzehnten Jahrhundert als Refugiés (Flüchtlinge/ d. Red.) auf deutschem Boden trennen und verabredeten, dass ihre Nachkommen einander an jenen Löffeln erkennen sollten. Ein Löffel war um 1930 im Besitz von Franz Blanck (2242 der Stammtafel), ein anderer im Besitz einer Familie Blanc, die Theodor Blanck (2313) in Rußland kennenlernte und die ihren hugenottischen Ursprung nachwies."                                                                                                                                                    Die Löffelgeschichte ist insofern interessant, da Theodor Blanck in Rußland von Familie Blanc auf die Löffel erst aufmerksam gemacht wurde. Da der in Preußen gebliebene Zwillingsbruder eine Mühle erworben hatte, die zurzeit Theodors abgebrannt war, suchte Theodor in der Asche nach dem Löffel. Er wurde  fündig.                                                                                                               Heute befindet sich der "preußische" Löffel in München.  Der "russische" Löffel und der russische Zweig der Familie Blanc muss erst noch gefunden werden.  Im 1. Weltkrieg soll es einen russischen General BLANC gegeben haben.  Diesen "preußischen" Familienlöffel hatte Katharina Blanck (22425) 1945 bei der Flucht aus Pommern als fast einzigstes Gepäckstück dabei. Der Löffel wurde 1964 als Taufgeschenk Michael Blanck (2242331) von Dr. Wilhelm Blanck (22423) feierlich überreicht.

Im Jahre 2001 fuhren wir nach Dramburg (heute: Drawsko Pomorskie /PL) in die Heimat meines Vaters. Wir fuhren am gleichen Tag weiter in eine Gegend nördlich von Tempelburg, die auf der Landkarte interessant aussah. Eine schmale Landenge zwischen zwei großen Seen, viel Wald und auch ein paar Hügel auf der Karte machten uns neugierig.  Wir benötigten auch noch ein Nachtquartier. Von der Hauptstraße fuhren wir ab und nach ein paar Kilometern erreichten wir den Ort "Zerdno". Das Dorf sah sehr ärmlich aus. Hätten wir nicht eine Wandermarkierung zu einem Aussichtsturm gesehen, wären wir sofort zurückgefahren. Auf dem Weg zum Turm sahen wir ein Schild mit der Aufschrift "Pokoje" ("Zimmer"). So fanden wir gleich noch eine Unterkunft bei einem sehr netten Seniorenpaar. Im Stammbaum der Blancks wird als „Urblanck“ ein Daniel Blanck genannt, der „geschätzt gegen 1700-1770, Besitzer der Wassermühle zu Schneidemühl am Sarebensee, bei Tempelburg (Pommern)“ war.  Den Sarebensee bei Tempelburg fand ich später im Internet "J. Zerdno". Den Ort "Zerdno" hatte ich schon kennengelernt, doch welcher der drei Orte um den Sarebensee sollte Schneidemühl sein? Ein Jahr später fuhr ich mit meinem Vater und meinem Bruder einmal um den ganzen See und konnten keine günstige Lage für eine ehemalige Wassermühle ausmachen. Wieder in Berlin angekommen, fand ich durch eine zweisprachige Landkarte heraus, dass der kleine Ort ZERDNO das Schneidemühl der preußischen „Urblancks“ ist.

Hier finden Sie den Ort Schneidemühl/Zerno.

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